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Geographie

  • Indien ist das siebtgrößte Land der Erde (neunmal größer als Deutschland)
  • Es erstreckt sich vom Himalayagebirge über die Ebene von Indus und Ganges bis zum südlichen Tiefland, das spitz zutäuft zum Indischen Ozean.
  • Von Norden nach Süden misst es 3.200 km und von Osten nach Westen 2.700 km
  • Die Küsten haben eine Länge von 5.600 km
  • Mit Pakistan, China, Nepal, Bhutan, Bangladesh und Birma hat Indien 13.000 km gemeinsame Landesgrenzen.

Klima

  • Indien ist in eine subtropische und eine tropische Zone geteilt
  • Von Juli bis Oktober bringt der feucht-warme Sommermonsun vom Ozean aus Südwesten anhaltende Regenfälle, die für die Landwirtschaft und die Wasserversorgung sehr wichtig sind
  • 70% - 90% der jährlichen Niederschläge fallen in diesem Zeitraum
  • Im Winter wehen kalte und trockene Winde aus Nordosten vom asiatischen Festland, dann regnet es kaum
  • Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 25-27 Grad Celsius

Geschichte

  • Die weltweit ältesten städtischen Hochkulturen befanden sich 3000 v. Chr. auf dem indischen Subkontinent. Einer der wichtigsten Herrscher der indischen Geschichte war Kaiser Ashoka (274 - 232 v. Chr.). Er wurde von einem grausamen Herrscher zu einem Anhänger des Buddhismus den er auch zur Staatsreligion erklärte.
  • Unter Ashoka entstand das erste funktionierende Staatswesen, das sich über die regionalen Grenzen hinaus erstreckte.
  • Seit dem 8. Jahrhundert n. Chr. wurde der Subkontient von Arabern beherrscht.
  • 1498 landete der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama in Indien. Niederländer, Franzosen und Engländer gründeten in den folgenden Jahrhunderten Handelskolonien.
  • 1757 siegte der Brite Lord Clives über die Bengalen und danach begann die planmäßige Eroberung des Landes. 1858 wurde Indien Teil des britischen Weltreichs und blieb bis 1947 eine Kolonie. Bis heute ist es Mitglied des Commonwealth of Nations.
  • Während der ganzen Kolonialzeit gab es Aufstände und Bestrebungen nach Unabhängigkeit. Seit dem Ersten Weltkrieg wurde die Eigenständigkeit Indiens besonders von Mahatma Gandhi betrieben. Pakistan wurde als muslimischer Staat im Zuge der Unabhängigkeit als eigenständiger Staat deklariert.
  • 1950 erhielt Indien eine demokratische Verfassung. Die 50er und 60er Jahre prägten kriegerische Konflikte mit Pakistan, Grenzstreitigkeiten mit China (Besetzung Tibets) und Gebietserweiterungen durch die Besetzung Kashmirs und Goas.
  • 1972 wurde Bangladesh von Indien unabhängig.
  • In den 70er Jahren wurde unter Premierministerin Indira Gandhi das Land Sikkims besetzt. Das hatte zur Folgen
  • In den 1980er Jahren gab es blutige Unruhen im Bundesstaat Punjab zwischen Hindus und Sikhs.
  • 1984 wurde Indira Gandhi von Sikhs ermordet. Der Amtsnachfolger, ihr Sohn Radji, wurde 1991 ebenfalls ermordet.
  • In den 90ern flammten immer wieder innere Unruhen auf; fanatische Hindus verübten zahlreiche Anschläge auf die christliche Minderheit. In jüngster Zeit sorgten die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan um Grenzregionen in Kaschmir für weltweites Aufsehen

Mahatma Gandhi (1869 -1948)

Mahatma ist eine Ehrenbezeichnung aus der Sprache Sanskrit und bedeutet "dessen Seele groß ist". Gandhi war nicht nur der Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung; mit ihm sind auch viele soziale und gesellschaftspolitische Reformbewegungen verbunden. Gandhi entstammte der Hindu-Kaste der Kaufleute (Vaishyas). Er studierte Recht in London und ließ sich danach in Indien als Anwalt nieder. 1893 ging er aus beruflichen Gründen nach Südafrika, in die damalige britische Kolonie Natal (Südafrika). Dort setzte er sich für die Integration und gegen die Diskriminierung der vielen indischen Einwander/-innen ein und stieg zum politischen Führer dieser Bürgerrechtsbewegung auf. Schon in Südafrika wendete er die Form des gewalttosen Kampfes an, die ihn berühmt machte. 1914 kehrte Gandhi nach Indien zurück, wo er bald zum Führer der indischen Nationalbewegung für die Unabhängigkeit des Landes wurde. Es gelang ihm, alle Bevölkerungsschichten einzubeziehen, nicht zuletzt, weil er Gewaltlosigkeit, Toleranz zwischen Hindus und Moslems forderte und für die Gleichberechtigung der Unberührbaren eintrat. Berühmt ist sein Marsch ans Meer ("Salzmarsch", 1930), zu dem ihm Hunderttausende folgten, um gegen das britische Salzmonopol zu protestieren. Gandhi wurde mehrfach verhaftet. Er protestierte dagegen durch lange Fastenaktionen. Im 2. Weltkrieg forderte Gandhi die sofortige Unabhängigkeit Indiens. 1948 wurde er, ein Jahr nach der Unabhängigkeit, von einem hinduistischen Fanatiker ermordet

Nationate Symbole

  • Nationalflagge = waagerecht gestreift in orange (oben), weiß und grün. Die Farben symbolisieren Mut, Frieden und Wahrheit. Im weißen Feld ist in dunkelblau das "Ashoka-Rad", das Rad der Lehre abgebildet
  • Nationalwappen = "Löwenkapitell von Sarnath", auf dessen Sockel sich auch das "Ashoka-Rad" befindet
  • Nationalblume = Lotus, im Buddhismus und Hinduismus das Zeichen für Reinheit, Schönheit und ewiges Leben
  • Nationalvogel = Pfau

Sprachen

In Indien gibt es 1652 Sprachen. Sieben davon zählen zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt. Die indische Verfassung erkennt 17 nationale Sprachen an, z.B. Hindi, das von 39,9% der Bevölkerung gesprochen wird. Verbreitet sind außerdem Telugu (8,2%), Bengali (7,8%) und Marathi (7,5%). Englisch, die Sprache der ehemaligen Kolonialherren, ist die alle verbindende Sprache.

Hinduismus

Der Hinduismus ist ein vielschichtiges, kompliziert gebautes Gedankengebäude aus philosophischen, religiösen und sozialen Regeln, das über Jahrtausende entstanden ist. Seine Ursprünge liegen über dreitausend Jahre zurück. Damals mischte sich der Glaube der in das Land eindringenden Arier mit dem der indischen Urbevölkerung. Der moderne Hinduismus gilt als monotheistische Religion (= Glauben an einen Gott). Der Universalgeist Brahma (= Weltseele) besteht aus der Dreiheit Brahma (Schöpfer), Vishnu (Erhalter) und Shiva (Zerstörer). Alle übrigen zahllosen Götter und Göttinnen sind Erscheinungsformen dieser Dreiheit. Im Laufe der Zeit haben sich viele verschiedene hinduistische Glaubensrichtungen herausgebildet. Aber alle berufen sich auf dieselben heiligen Bücher. Von der Hochreligion bis zum Glauben im Volk sind eine Vielzahl religiöser Ausdrucksformen entstanden. Der Hinduismus durchdringt das Leben der Gläubigen sehr stark. Religiöse Gebote, z.B. das Gesetzbuch des Manu, regeln sämtliche Lebensbereiche und weisen jedem Lebewesen einen festen Platz zu. Es gibt Reinigungs-, Speisevorschriften, Heiratsgebote und Vorschriften für Bestattungszeremonien. Je nachdem wie diese Regeln befolgt werden, wird die Seele nach dem Tod eine Stufe höher oder niedriger im nächsten Leben wiedergeboren. Wiedergeboren wird man nicht nur als Mensch innerhalb des Kastensystems, sondern auch, je nach Verfehlung, als Tier oder Pflanze. Ziel jedesLebewesens ist die Erlösung aus dem Wiedergeburtenkreislauf, was durch Wohlverhalten beeinflußt werden kann. Bis dahin wird aber jede Seele unzählige Male wiedergeboren. Der Tod ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg in das nächste Leben. Die Hindus zelebrieren täglich Kult- und Opfer-handlungen (puja). In jedem Haus steht ein kleiner Altar mit dem Bild der verehrten Gottheit. Mindestens einmal täglich wird davor eine Andacht gefeiert. Blumengirlanden werden um das Bild gelegt und Räucherstäbchen entzündet. An Festtagen werden Opfergaben wie Kokosnüsse, Süßigkeiten und anderes dargebracht. Die so geheiligten Speisen werden danach an die Anwesenden verteilt. Die gleichen Rituale werden auch in den Tempeln gefeiert. Andere Möglichkeiten, mit den Göttern und Göttinnen in Kontakt zu treten sind Meditationen, die Teilnahme an langen Pilgerreisen oder das Leben als Asket oder Einsiedler (sadhu).

Kastenwesen

Jeder hinduistische Mensch wird in eine Kaste hineingeboren. Die Kaste = Varna gibt die gesellschaftliche Stellung vor. Es gibt vier Varnas: Brahmanen (Priester), Kschatriyas (Beamte, Krieger), Vaischyas (Händler, Kaufleute) und Schudras (Bauern, Arbeiter, Bedienstete). Die Varnas definieren sich nach dem Grad ihrer rituellen Reinheit, d.h. die Brahmanen sind die reinsten und dürfen Gottesdienste abhalten. Außerhalb dieses Systems stehen die 150 Millionen Kastenlosen, Unberührbaren und Adivasis (= indische Ureinwohnerstämme). Sie gelten als unrein. Sie verrichten alle "unreinen" Tätigkeiten, die für Hindus verboten sind, wie z.B. die Abfallbeseitigung. Neben dem Varna-System gibt es noch ein zweites System, eine Art "Feineinteilung" = Jati. Es bezeichnet eine Gruppe von Menschen mit gemeinsamen, meist sozialen Merkmalen (Beruf, Sprache, Herkunft usw.). Es gibt viele tausend Jatis. Die Vorschriften der einzelnen Jatis regeln das Leben z.B. durch Speise-vorschriften (Vegetarismus). Geheiratet werden darf nur innerhalb einer Jati. Ein sozialer Aufstieg aus diesem System ist kaum und ein wirtschaftlicher nur schwer möglich. Einer Jati gehört man lebenslang an. Das Kastenwesen beginnt nur allmählich durchlässiger zu werden. Besonders im modernen städtischen Leben ist es nicht mehr ohne weiteres aufrechtzuerhalten. Die Söhne bleiben auch nach der Heirat mit ihren Frauen im elterlichen Haus. Die Töchter verlassen nach der Hochzeit ihre Familie und müssen sich einer neuen unterordnen. Dieses Familienmuster haben auch moderne westliche Einflüsse bis jetzt kaum verändert. Die Großfamilien haben auch wichtige soziale Funktionen, da es kein staatliches Sozialsystem gibt. Alte, Kranke und Arbeitslose werden durch sie unterstützt.

Familie

Neben der Kaste ist die Familie das traditionelle Fundament der indischen Gesellschaft. Fast alle Inder/innen wachsen in einer Großfamilie auf, zu der auch unverheiratete oder verwitwete weibliche Verwandte gehören. Sie alle leben in einem gemeinsamen Haus oder auf einem Grundstück zusammen. Ihr Einkommen verwaltet das Familienoberhaupt, der älteste Mann. Die Kinder müssen ihre Eltern ehren und ihnen gehorchen. Altere Menschen haben mehr Ansehen und Einfluss als jüngere und Männer mehr als Frauen. Die Familienordnung ist hierarchisch und funktioniert, da alle ihre soziale Stellung verinnerlicht haben.

Entwicklungshilfe

Indien war lange Zeit der weltweit größte Empfänger von Entwicklungshilfe. Der größte Teil kam aus den USA. Heute erhält Indien vor allem Hilfe von der Weltbank und der Asiatischen Entwicklungsbank - umgerechnet etwa US$3 pro Person. Ziel der Finanzleistungen ist die Armutsbekämpfung (Gesundheitsprogramme und Einfachwohnungsbau) und die Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Kunst

Die indische Kultur gehört zu den ältesten Kulturen der Welt. Besonders ihre Kunsttradition reicht lang zurück. In der indischen Kunst mischen sich die Einflüsse aller Kulturen und Religionen, die dieses Land bewohnen. Wichtig in der bildenden Kunst Indiens ist die Miniaturmalerei, die vor allem muslimisch beeinflußt ist und oft religiöse und höfische Szenen darstellt. Berühmt ist die indische Architektur wegen ihrer Tempel, Mausoleen und Moscheen, die mit Statuen und Ornamenten, Meisterwerken der Bildhauerkunst geschmückt sind. Auch die Literatur prägt Indien stark. Schon vor dreitausend Jahren wurden die ersten religiösen Schriften niedergeschrieben. Zu den Klassikern der indischen Literatur gehört beispielsweise die Göttersage Mahabharata mit ihren 10.000 Versen. Die klassische indische Literatur ist bis heute prägend für die Moralvorstellungen der Menschen. Die lange und reiche Theatertradition hat ihre Wurzeln ebenfalls in der Darstellung religiöser Mythen. Auch der indische Tanz ist sehr alt, wie die achttausend Jahre alte Figur einer Tänzerin zeigt. Tanz ist Göttertanz und daher in Tempeln beheimatet. Die indische Musik ist sehr vielfältig. Sie wird von den neun navarasas (neun Gefühkäußerungen, wie Liebe, Humor, Angst...) geprägt. Das Musikspiel ist eine Art meditativer Gottesdienst und soll Spieler/-in und Zuhörer/-innen emotional bewegen und in Harmonie versetzen. Typische Instrumente sind die Sitar, ein Saiteninstrument, Tabla, eine Holztrommel, Santur, ein Hackbrett und Shahnai ein oboenartiges Blasinstrument.

Kino

Die große Leidenschaft vieler Inderinnen und Inder ist das Kino. Jede Woche werden 120 Millionen Kinokarten verkauft. 800 Filme werden jährlich produziert und in 100 Länder exportiert. Indien hat damit die weltweit größte Filmindustrie. Ihr Hauptsitz ist in Bombays Filmstadt Bollywood. Im Schnitt dauert ein Indischer Film etwa 230 Minuten und ist für den europäischen Geschmack eine verwirrende Mischung aus Action-Film, Volkstheater und Shakespeare-Drama mit sechs bis sieben Playback-Songs. Tausende von Wanderkinos bringen die Filme auch zu den Menschen, die auf dem Land leben.

Kleidung

Der indische Kleidungsstil ist vielfältig und farbenprächtig. Geprägt wurde er von regionalen und klimatischen Bedingungen und vor allem von religiösen Vorschriften. Das bekannteste indische Kleidungsstück ist sicher der bunte Sari der indischen Frau, eine lange Stoffbahn, die in verschiedenen Wickeltechniken um den Körper geschlungen wird. Unter dem Sari wird eine enge kurze Bluse (choli) getragen. Der Sari ist aber nur eines von vielen traditionellen weiblichen Kleidungsstücken. Immer beliebter wird der sog. Salwar, eine Art Pyjama. Der Salwar sitzt eng an Beinen und Armen. Er wurde ursprünglich von Frauen aus Punjab und Kaschmir getragen. Die meisten Inder kleiden sich westlich mit Hemd und Hose. Oft werden auch traditionelle Kleidungsstücke mit modernen gemischt.

Küche

Die indische Küche ist sehr abwechslungsreich. Je nach klimatischer und geographischer Lage, historischen Einflüssen, etwa von einwandernden Stämmen und Religionen gibt es unterschiedliche Kochtraditionen. Allen gemeinsam ist die reichliche Verwendung von Gewürzen wie Kardamom, Pfeffer, Zimt oder Ingwer und den Würzmischungen der Curries. Milchprodukte, etwa geklärtes Butterschmalz (ghee) und Quarkarten (dahi) werden viel verwendet. Linsen (dhals) sind nicht nur wegen ihres Eiweißgehalts beliebt. Die Küche des Nordens ist stark islamisch beeinflusst. Typisch sind würzige, fettreiche Speisen, zu denen Fladenbrote gereicht werden. Der Fleischkonsum ist höher als im Süden. Beliebtestes Getränk, neben Wasser, ist Tee. Im heißen Süden werden leichte, fettarme, aber scharfe Gerichte mit Reis als Beilage bevorzugt. Die meisten Speisen sind vegetarisch, da die Küche stärker hinduistisch geprägt ist. Im Süden wird neben Tee vor allem Kaffee getrunken.

Sikhs

Sikhs sind Angehörige einer religiösen Reformbewegung, die Ende des 15. Jahrhunderts in Nordindien gegründet wurde. Der "Sikhismus", wie ihre Glaubensrichtung genannt wird, vereinigt Elemente des Hinduismus und des Islam. Er übernahm z.B. vom Hinduismus die Lehre vom Weltenschöpfer (Brahma), von der Seelenwanderung und vom Karma. Wie der Islam glaubt der Sikhismus nur an einen Gott. Seine Anhänger lehnen das Kastenwesen ab. Das Hauptheiligtum der Sikhs ist der Goldene Tempel in Amritsar. Heute sind nur etwa 1% der indischen Bevölkerung Sikhs. Sie leben vor allem im Norden Indiens. Die Männer sind an ihren langen Bärten und den Turbanen gut zu erkennen. Am Anfang des 19. Jahrhunderts hatten die Sikhs ein eigenes Königreich, Punjab, das 1849 unter britische Herrschaft geriet. Bis heute setzt sich diese religiöse Minderheit, die im Laufe der Zeit oft verfolgt wurde, für einen eigenen Staat ein. Radikale Gruppierungen versuchen ihre Forderung nach einem unabhängigen Staat häufig mit Gewalt durchzusetzen.

Heilige Kühe

Allein in der Stadt Neu-Delhi gibt es rund 40.000 Kühe, die sich hauptsächlich von Abfall ernähren. Sie gehören zum Stadtbild, liegen auf Gehwegen, stehen auf Straßen und blockieren den Verkehr, ohne dass sich jemand aufregt. Kühe sind im Hinduismus das Symbol für Leben, für Mutterschaft und daher heilig. Kein Hindu würde Rindfleisch essen. Kühe sind in Indien aber keineswegs nutzlos. Sie sind wichtige Zug- und Lasttiere und Liefern Milch. Kuhdung wird vielfältig verwendet, etwa als Bindemittel beim Hausbau, Desinfektionsmittel für Wunden, Dünger in der Landwirtschaft und getrocknet als Brennmaterial. Aus der Haut der toten Tiere werden Lederwaren hergestellt.

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